Album review of Eyes On The Highway by Home of Rock (in German)

SAYBIA haben das geschafft, was ansonsten nur wenigen dänischen Künstlern gelungen ist: Popularität auch außerhalb des Königreichs zu erlangen.

Zwar kann kaum die Rede davon sein, dass SAYBIA hierzulande Bodyguards nötig hätten.
Mit ihrem Debut “The Second You Sleep” und dem Nachfolger “These Are The Days” konnten die Band aber z.B. die Charts in Norwegen und Holland entern.

Es folgte eine mehr als einjährige weltweite Tour, bei der man sich beinahe verheizte und kurz vor der Auflösung stand.

Allerdings habe die Jungs dann doch noch die Kurve gekriegt und sich für die Vorbereitung ihres dritten Longplayers in die schwedische Einöde Gotlands verschanzt.

Herausgekommen dabei ist “Eyes On The Highway”, ein Album was durchweg von Melancholie lebt und aufgrund der Mischung aus akustischen und elektrischen Gitarren sowie dem stets prägnanten Piano Erinnerungen an Bands wie COLDPLAY weckt.

So sehr das Album beim erstmaligen Hinhören – insbesondere durch die Singleauskopplung Angel und das Titelstück Eyes On The Highway – zu gefallen weiß, desto stärker wird die Ernüchterung bei jedem weiteren Hörvorgang.

Denn irgendwie gilt für den Rest der Stücke ein bisschen das Prinzip: Kennt man eins, kennt man alle. Wirklich zündende Ideen fehlen, lediglich No Way Out schafft es in der zweiten Hälfte der Scheibe noch einmal die Tritesse aufzupeppen.

Versteht mich nicht falsch: “Eyes On The Highway” ist prinzipiell kein schlechtes Album, gehört aber für mich zu den Platten, die man eine Woche lang hört und die danach bis in die ewigen Jagdgründe im CD-Regal verstauben.

Radiotauglichkeit besitzt sie auf jeden Fall. Und wenn es die Marketingabteilung von EMI schaffen sollte, Angel bei den Radiostationen und in den Charts zu platzieren, könnte ich hier auch gerade den nächsten weltweiten Millionenseller in den Händen halten und die fünf Dänen könnten auf einen ähnlichen Aufsteig wie COLDPLAY hoffen.

Sollte dies jedoch nicht gelingen, könnte SAYBIA andererseits auch schnell der Ruf eines One-Hit-Wonders nachhängen oder sie zumindest zu denjenigen Bands gehören, bei denen man zeitlebens dem Debut-Album hinterhertrauert.

Ich wünsche den Jungs natürlich, dass ersteres eintritt und dafür bei der nächsten Scheibe die Abwechslung wieder ein bischen mehr im Vordergrund steht.

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Author

Kay Markschies (Home of Rock)

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