Album review of Eyes On The Highway by Rockchannel (in German)

Das Licht bleibt heut leider aus!

Es wird immer Bands geben, die im Schatten der großen kommerziellen Bands stehen. Die einen verehren diese Bands, der große Rest ignoriert sie großzügig. Ähnlich muss es der Band Saybia gehen, die mit Ausnahme ihres Heimatlandes Dänemark noch keine nennenswerten Charterfolge zu verzeichnen hat. Saybia besteht schon seit 1993 und sind seit 2001 dick im dänischen Geschäft, also von Newcomer kann da keine Rede sein. Und trotzdem bleibt Saybia nichts weiter als das Schatten-Dasein, denn die Konkurrenz ist übermächtig. Man muss sich messen mit Genrekollegen vom Kaliber Coldplay, Travis oder Keane.

Jetzt liegt ihr dritter LongPlayer „Eyes on the Highway“ in meinem Plattenspieler und ich stelle mir die Frage ob dieses schattige Leben nicht vielleicht sogar ein selbst verschuldetes Schicksal ist. Beim ersten Mal durchhören erschließt sich einem gar nichts. Irgendwie ein Mix aus seriösem Singer/Songwriter-Gedudel und einem Ansatz an stadionkompatibler Massenmelancholie. Aber so richtig passiert da eigentlich nichts. Naja, geben wir diesem Album noch eine Chance. Hören wir es also noch ein zweites, drittes und viertes Mal.

Die Hightlights: Der Opener „A Walk in the Park” ist doch ein ganz nettes Stück Popkultur; würde sich im O.C. California Soundtrack bestimmt sehr wohl fühlen. Aber das einzig wirklich richtige Highlight ist „Romeo“. Diese Lied lässt das Post-Punker-Herz in mir einmal kurz aufflackern. Das ist einer dieser Songs der vor 30.000 Menschen Gänsehaut erzeugen kann; genießbar zu einem kühlen Bier! Auch die Single „Angel“ hat durchaus seinen Reiz.

Aber mehr Highlights gibt es leider nicht auf „Eyes on the Highway“. Tiefpunkte der Platte sind „Godspeed into the Future“, mein persönlicher „most skipable Song of the month“ und „Pretender” ein dermaßen langweiliger Song, der bei so mancher Band nicht einmal als B-Seite veröffentlicht worden wäre. Der Rest der Platte ist nicht weiter erwähnenswert, weil, wenn überhaupt, reicht es nur für musikalisches Mittelmaß.

Alles in allem fehlt „Eyes on the Highway“ einfach das gewisse Etwas. Die großen Melodien, die großen Hymnen, die dunkle Räume erleuchten oder einfach irgendetwas, das die Musik lebendig macht und sie für die Ewigkeit konserviert. Eines dieser Alben, dass beim Ausmisten der Plattensammlung definitiv in der Tonne landet. Auch lyrisch bewegt sich die Band nicht gerade auf Schillers Pfaden. Ein Beispiel gefälligst? Wie sagt Paul Banks (Interpol), dass er heute Abend keine Drogen nimmt? „Tonight I’m gonna rest my Chemistry!“ Und wie sagt Soren Huss von Saybia, dass er sich noch nie so allein fühlte? „I never felt so alone!“ Unterschied gemerkt?

Rating

2 out of 6

Author

Rockchannel

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